PDA

Archiv verlassen und die Seite im Board anzeigen: Impfungen und Krankheiten

Loki_GER
16. September 2008, 19:41
Staupe

der Firma IDT zur Staupe

Erstimpfung und Impfrhythmus:

Frettchenwelpen können erstmalig im Alter von 8 Wochen mit Febrivac Dist geimpft werden, 4 Wochen später ist diese Impfung aufzufrischen, danach ist eine jährliche Nachimpfung notwendig.

Frettchenwelpen die erstmalig nach der 12 Lebenswoche mit Febrivac Dist geimpft werden benötigen keine Auffrischung nach 4 Wochen sondern können dann ebenfalls jährlich Nachgeimpft werden. Dieses erklärt sich dadurch das etwa zwischen der 8. und 12. Lebenswoche der über die Muttermilch aufgenommene Immunschutz abgebaut wird. Durch diesen Abbau wird auch die durch Febrivac Dist erfolgte Immunisierung in Mitleidenschaft gezogen, so das etwa in der 12. Lebenswoche eine Impfauffrischung notwendig wird. Trotzdem sollte man Frettchenwelpen schon in der 8. Lebenswoche gegen Staupe impfen lassen, da grade Welpen sehr gefährdet sind und die Todesrate bei erkrankten Welpen sehr hoch liegt.

Für Frettchen zugelassener Impfstoff:

Febrivac Dist
Hersteller: Impfstoffwerke Dessau-Tornau GmbH


Tollwut

der Firma IDT zur Tollwut
Als Ergänzung dazu noch der Hinweis das ungeimpfte Tiere im Verdachtsfall getötet werden müssen da der Tollwuterreger nur im Gehirn nachweisbar ist.

Erstimpfung und Impfrhythmus:

Frettchenwelpen können erstmalig im Alter von 12 Wochen gegen die Tollwut geimpft werden, danach ist eine jährliche Nachimpfung notwendig.
Freigaben zur Nachimpfung im 2 oder 3 jährigen Rythmus erfolgten bisher nur für Hunde und Katzen. Ob der Impfschutz bei Frettchen länger als ein Jahr besteht wurde bisher nicht untersucht, daher besteht bei Frettchen immernoch die Notwendigkeit der jährlichen Nachimpfung.

Für Frettchen zugelassene Impfstoffe:

Nobivac T
Hersteller:
Intervet Deutschland GmbH


Rabisin
Hersteller:
Merial GmbH


RIEMSER Tollwut-Vakzine
Hersteller:
RIEMSER Arzneimittel AG


Vanguard R, inaktiviert
Hersteller:
Pfizer GmbH


Botulismus

der Firma IDT zum Botulismus

Für Frettchen zugelassene Impfstoffe:

Keine

Hämorrhagische Pneumonie

der Firma IDT zur Hämorrhagische Pneumonie

Für Frettchen zugelassene Impfstoffe:

Keine

Leptospirose

der Firma IDT zur Leptospirose

Für Frettchen zugelassene Impfstoffe:

Keine

Parvovirose

der Firma IDT zur Parvovirose

Für Frettchen zugelassene Impfstoffe

Keine

Hepatitis contagiosa canis

der Firma IDT zur Hepatitis contagiosa canis

Für Frettchen zugelassene Impfstoffe:

Keine

Influenza

der Firma IDT zur Influenza

Für Frettchen zugelassene Impfstoffe:

Keine

Die Angaben der für beruhen auf der aktuell gültigen Liste für Frettchenimpfstoffe des Paul-Ehrlich-Institutes vom 08.10.2008

Verfasser Loki_GER

minni2
27. September 2008, 19:25
Insulinoma ist ein Betazellen-Tumor, der seinen Namen von ihrem Ursprung, der Zelle ableitet. Diese Neoplasienn entstehen in den „Betazellen der Langerhans-Inseln der Bauchspeicheldrüse" - eine Gruppe spezieller Zellen im Pankreas, die das Insulin produzieren (daher der Ausdruck Insulinoma). Insulin ist ein Hormon, das die meisten Zellen im Körper die Glukose im Blut verwerten lässt. Dieser Tumor verursacht, dass das überschüssige Insulin, die Glukose im Blut, in die Zellen des Körpers befördert und verursachten so ein gefährlich niedriger Blutglukosewert, bekannt als Hypoglycämie. (Bei Diabetes, ist das Entgegengesetzte zutreffend - durch niedrige Werte der Insulinproduktion sind die Zellen des Tieres nicht imstande, Glukose zu verwerten und führt so zu gefährlichen Hyperglycämiaresultaten).

Es scheint, dass nicht alle diese Tumore auch Symptome auslösen. Häufig werden sie erst nach dem Tod beiläufig bei der Optuktion entdeckt. Nur ein kleiner Prozentsatz der Tiere zeigt Symptome von Hypoglycemie oder zeigen so subtile Anzeichen, dass sie vom Besitzer nicht erkannt werden und bei Routineuntersuchungen zufällig entdeckt werden.

Hypoglykämische Frettchen können eine große Auswahl der klinischen Symptome aufweisen. Gewichtsverlust kann eines der ersten Anzeichen sein und ist mitunter ein Grund, sein Frettchen regelmässig zu wiegen. Andere Symptome können sein; Schläfrigkeit, Speichelabsonderung, Schwierigkeit in der Koordination der Hinterbeine, Wegkippen der Hinterbeine, oft nach dem Aufstehen. Bei Fortgeschrittener Erkrankung kann es zu komatösem Zustand führen.

Die Diagnose ist relativ einfach und besteht hauptsächlich aus dem Messen der Blutglukosewerte beim Frettchen, was Ihr Tierarzt mit einem Schnelltest durchführen kann. Durch den raschen Stoffwechsel der Frettchen, sollte 3-4 Std. vor dem Test nicht gefüttert werden, der Test sollte bei niedrigen Werten wiederholt werden. Länger sollte ein Frettchen mit Insulinomverdacht nicht ohne Ernährung bleiben, da das Risiko einer Unterzuckerung zu hoch ist.

Behandlung mit Medikamenten; Mit einer Kombination von Prednisolon (der den Blutglukosespiegel durch den Mobilisierungskohlenhydratspeicher hebt) und Diazoxide (Proglycem), eines Bluthochdruck Gegenmittels, wird versucht die Insulinproduktion zu verringern. Meist wird der Verlauf aber nur herausgezögert.

In den meisten Fällen, wo der Betazellen-Tumor (Knötchen auf der Pankreas) chirurgisch entfernt wurde, musste nach einiger Zeit festgestellt werden, dass dies nur eine sekundäre Erkrankung war und sich bereits Tumore auf anderen Organen entwickelt haben.
Sollte Ihr Tierarzt einen chirurgischen Eingriff vornehmen, empfiehlt es sich bei dieser Gelegenheit die Nebennieren kurz zu prüfen.

Hält man mehrere Frettchen über Jahre, ist die Wahrscheinlichkeit gegeben, dass man sich mit dieser Erkrankung auseinander setzen muss. Hat man ein Frettchen mit Insulinoma, sollte man darauf achten, dass das Frettchen Proteinreich gefüttert wird. Auf zuckerhaltige Imbisse muss verzichtet werden (was eigentlich auch nicht auf den Speiseplan der Frettchen gehören sollte). Einige Katzenfutter enthalten Zucker und sind daher ungeeignet. Notfallmassnahme: beim hypoglykämischen Zustand muss dem Frettchen Traubenzuckerlösung (in Wasser aufgelöster Traubenzucker) eingeflöst werden. Sobald das Frettchen wieder normal schlucken kann, sollte es einen Proteinreicher Imbiss bekommen .
Dazu eignet sich z.B. pürriertes Hühnchen oder auch Nutrical oder Calopet-Paste .

Quelle :