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Loki_GER
16. September 2008, 21:08
Rohprotein&Co

Rohprotein:
Als Rohprotein bezeichnet man den gesamten Eiweißanteil aus tierischen und pflanzlichen Zutaten. Der Anteil an tierischen Proteinen im Rohprotein sollte möglichst hoch sein, das gesamte Rohprotein sollte min. 35% betragen.

Rohfett:
Als Rohfett bezeichnet man die Summe aus allen tierischen und pflanzlichen Fetten und Ölen. Der Rohfettgehalt sollte min. 20% betragen.

Rohasche:
Als Rohasche bezeichnet man die im Futter enthaltenen Mineralien.

Rohfaser:
Als Rohfaser bezeichnet man die unverdaulichen Bestandteile des Futters, Rohfasern vermitteln ein Sättigungsgefühl ohne jedoch den Körper mit verwertbaren Nährstoffen zu versorgen.


Frettchenernährung:

Frettchen gehören zu den Fleischfressern ( Carnivoren ) und sollten als solche auch auf der Basis tierischen Proteins ernährt werden. Einige anatomische Besonderheiten des Magen-Darm Traktes räumen dem Frettchen eine Sonderstellung innerhalb der Carnivoren Familie ein.

1.) Frettchen haben keinen Blinddarm der bei Hunden und Katzen eine wichtige Rolle bei der Verdauung von Kohlenhydraten und Pflanzenfasern spielt.

2.) Frettchen haben nur einen sehr kurzen Dickdarm so das die aufgenommene Nahrung den Verdauungstrakt im Expresstempo von ca. 3-4 Stunden durchläuft. Die Dickdarmlänge des Frettchens beträgt nur ca. 5% der Gesamtlänge des Magen-Darm Traktes, im Gegensatz zu Hund und Katze bei denen die Dickdarmlänge ca. 20% der Gesamtlänge des Magen-Darm Traktes beträgt.

Bedingt durch diese "kurzen Wege" bleibt dem Frettchenorganismus nicht viel Zeit die aus dem Futter aufgespaltenen Nährstoffe aufzunehmen. Unverdaute pflanzliche Nahrungsanteile würden den Organismus belasten und bei der Aufnahme der wichtigen Nährstoffe behindern. Daher ist es wichtig auf eine ausgewogene Ernährung mit hochwertigem Futter zu achten, wobei Ausgewogen im Falle des Frettchens bedeutet 80% Fleisch und 20% Obst, Gemüse, Getreide. Der pflanzliche Anteil der Nahrung wird über die Inhaltstoffe im Trocken- und Naßfutter oder den vorverdauten Mageninhalt ganzer Futtertiere gedeckt, so das ein Zufüttern von Obst und Gemüse unnötig ist.

Weiterhin besagen Studien aus den USA das ständige Fütterung mit kohlenhydratreicher Pflanzenkost im Alter zu Insulinom führen kann. Grundlage hierfür sind Untersuchungen bei denen festgestellt wurde das zuviele Kohlenhydrate die Bauchspeicheldrüse dazu anregen mehr Insulin zu produzieren und durch diese ständige Überproduktion die Insulinombildung gefördert wird.



Die artgerechte und gesunde Ernährung von Frettchen sollte daher wie folgt aussehen:

- Hochwertiges Frettchen- oder Katzentrockenfutter sollte ständig zur Verfügung stehen.

- Zu den Hauptmahlzeiten sollte hochwertiges Katzennaßfutter, ganze Futtertiere, Fleisch oder Geflügel gefüttert werden.

- Obst oder Gemüse kann maximal 2 mal alle 14 Tage als Leckerlie gegeben werden, und dann bitte jeweils nur ein kleines Stückchen.

- Frisches Wasser sollte ständig in Näpfen und nicht in Nippeltränken angeboten werden. Iltisse trinken in der freien Natur aus Bächen oder Pfützen und lecken nicht den Tau von den Blättern ab, Frettchen würden dieses ebenso machen. Weiterhin trinken die Tiere an Nippeltränken zu wenig was im Alter zu Nierenproblemen führen kann.

- Frisches Fleisch eignet sich sehr gut zur Ernährung von Frettchen und die Aussagen das Frettchen bissig werden wenn sie rohes Fleisch fressen gehören in die Welt der Mythen und Sagen.



Folgende Fleischsorten eignen sich zur Frettchenernährung und sollten immer roh verfüttert werden, da beim Kochen wichtige Vitamine verloren gehen:

- Rindermuskelfleisch
- Rinderpansen ( auch getrocknet )
- Rinderlunge (auch getrocknet )
- Geflügelfleisch
- Hühnerhälse
- Hühnerherzen
- Lamm / Schaf
- Kalb
- Pferd
- Kaninchen
- Gans / Pute
- Wild ( außer Wildschwein ! )
und jegliche Innereien, außer vom Schwein

Schweinefleisch darf nicht verfüttert werden da es den, für den Menschen unbedenklichen SHV-1 Virus ( Suidae Herpes Virus Typ 1 ) enthalten kann, der für Frettchen fast immer tödlich ist. ( )

Innereien sollte man nicht zu häufig und nur in kleinen Mengen verfüttern. Auf Niere und Leber sollte man ganz verzichten da dieses Abbauorgane sind die mit Schadstoffen belastet sein könnten.



Folgende Futtertiere eignen sich zur Frettchenernährung und sollten immer komplett mit Fell, Federn und Knochen verfüttert werden:

- Eintagsküken
- Tauben
- Wachteln
- Mäuse
- Ratten
- Salzwasserfisch ( ohne Gräten )



Bei größeren Frettchengruppen kann man auch größere Futtertiere geben, wie z.B.:

- Hühner
- Kaninchen

Die Fütterung von Geflügel mit Knochen ist kein Problem, das gefürchtete "Knochensplittern" kommt nur bei gekochten und somit spröde gewordenen Geflügelknochen vor.



Folgende Dinge sollten für Frettchen tabu sein:

- Salz ( schädigt die Nieren )
- Zucker ( verursacht Karies, Zahnstein und Übergewicht )
- Süßwasserfisch ( enthält Thiaminase, ein Enzym das Vitamin B1 zerstört )
- Rohes Eiweiß/Eiklar ( enthält Avidin einen Biotinräuber )
- Milch ( führt zu Durchfall da Frettchen das Enzym zum spalten des Milchzuckers [ Lactose ] fehlt )
- Schokolade ( das im Kakao enthaltene kann zu Herzversagen führen )
- Alle Speisen die für den menschlichen Verzehr zubereitet wurden.






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