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 Betreff des Beitrags: Leukose / Lymphom bei Frettchen :(
BeitragVerfasst: 30. September 2008, 20:50 
Frettchenopfer
Frettchenopfer

Registriert: 09.2008
Beiträge: 3
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Hallo ihr lieben,

neues Forum, neues Glück..

Leider nur nicht bei uns zuhause. :cry: Nicht genug das unsre süsse Madame an Krebs gestorben ist, sieht es bei unsrem Iltisdreiviertel-Opi Lui auch nicht sehr gut aus.

Lui hat seit Monaten leichten Durchfall gehabt, mal mehr mal weniger, mal wieder garnicht (War natürlich beim Tierarzt deswegen - wo hauptschlich eine leichte Analdrüsenentzündung festgestellt wurde). Und eine, wie zwei verschiedene Ärzte annahmen, Bindehautentzündung (die keine war........ und somit auch noch falsch behandelt wurde)

Erst der dritte Arzt, oder sollte ich besser sagen die Aushilfsärztin, die mit Frettchen keinerlei Ahnung hat, hat bei unsrem Lui mal ein Blutbild gemacht (unser armer tapfrer Kerl, hat brav seine Paste dabei weitergeschlabbert) und daraufhin, mit den restlichen Symptomen des ab und an Durchfalls usw. leider folgendes festgestellt: ->Leukose (oder wie man es bei einem Frettchen nennt: Lymphom).

Nun, absolut keine erfreuliche Nachricht, trotz allem können damit infizierte Tiere noch mehrere Jahre leben.

Weiterhin kommt bei unsrem Lui die oben genannte "Bindehautentzündung" was sich erst durch einen leichten Nickhautvorfall ankündigte hinzu. Er wurde teilweise mit Cortisonsalbe, Hömeopathischen Mitteln (3 verschiedene an der Zahl) dagegen behandelt, leider ohne Erfolg. Mittlerweile ist die Bindehaut völlig über dem Auge, war vor 6-8 Wochen absolut rot und entzündet (was sich mittlerweile durch neue Medikamenteneinstellung verbessert hat). Der Tierarzt meint, das Auge sei aber trotzdem vollkommen verloren. :cry:

Der Nickhautvorfall kam/kommt wie ich jetzt erfuhr durch die Leukose. Die Lymphknoten sind vorne und hinten angeschwollen, weshalb man bei unsrem Lui momentan das Auge nicht entfernen lassen kann (was aber wohl absolut notwendig ist, laut Tierarzt), da die Gefahr besteht, das er aus der Narkose in diesem Zustand nicht mehr aufwacht. Ich hatte einen Bericht von der Frettchendoctorin aus ich glaube Berlin gelesen, das sie bereits mit Leukose infizierte Frettchen mit einer Leukoseimpfung (für Katzen) oft erfolgreich behandelt hat, unter anderem ihre eigenen. Dieses teilte ich, mit dem ausgedruckten Bericht in der Hand dem jetzigen Tierarzt mit. Er hatte den Bericht bereits einmal gelesen, war davon aber nicht vollends überzeugt. Er meinte, wir probieren es aus, schlechter kann es nicht werden (so seine Worte) Lui hat daraufhin tapfer seine Spritze erhalten (Ich greife momentan nach jedem Strohhalm *seufz*). Nun zum bisherigen Gesundheitszustand, Luis Lymphknoten sind immernoch geschwollen, der zweite Teil der Impfung steht noch aus (das wird jetzt innerhalb der nächsten zwei bis drei Tage erledigt) und er zeigt zumindest keine Verschlechterung, aber auch keine sichtliche Verbesserung, bis auf eben das Auge (was ich aber eher der neuen Medis aus der Hömeopathie zuschreibe)

An Hömeopathischen Medis hat er bisher folgendes jeweils über längerem zeitraum erhalten: Hepar Sulfuris, Euphrasia (Augentrost) und jetzt als Krebsmittel bekommt er Thuja. Lui ist ansonsten sehr fitt, wenn man das so sagen kann. Er frisst normal, ist wie immer nicht der dickste, aber er hat jetzt nicht radikal abgenommen.

@Elke, du kennst ja meinen kleinen Schmalhannes.

Das ist jetzt der momentanige Gesund- bzw. Krankheitsstand. Sam geht es soweit gut. Er ist seines Alters entsprechend sehr viel am schlafen. :roll:

Nun zu meinem eigentlichen Anliegen,

hat jemand Erfahrung mit dem Thema Leukose/Lymphom beim Frettchen ? Ich habe nachgelesen, das es eigentlich hauptsächlich durch Katzen auf Frettchen übertragen kann (Womit er allerdings nicht in Berührung gekommen ist?!? zumindest nie, seitdem sie in unsrer Obhut waren)

Ich bin momentan leider sehr ratlos, was ich weiter machen kann um es ihm besser gehen zu lassen. Vor allem aber möchte ich nicht das er leidet. Vielleicht bekomme ich von Euch ja einen kleinen Erfahrungsbericht, oder einfach was zum mutmachen ?

Liebe und mittlerweile sehr verzweifelte Grüße

Alhexe


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 Betreff des Beitrags: Leukose / Lymphom bei Frettchen :(
BeitragVerfasst: 1. Oktober 2008, 08:12 
Frettchenhilfe
Frettchenhilfe

Registriert: 09.2008
Beiträge: 17
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Hallo,

auch bei unserem Lio 6,5 jahre alt wurde im April Leukose festgestellt. Nach einer Erkältung hat er sich nie wieder richtig erholt. Seitdem behandeln wir mit Prednisolon. Nebenwirkung ist allerdings das der kleine sehr abmagert obwohl er gut frisst. Die Impfung ist bei der juvenilen Leukose ( also bei jungen Tieren) erfolgreich gewesen, deren INNERE Lymphknoten nicht betroffen waren. Bei unserem Lio betrifft es auch die Inneren, was an seinem manchmal aufgetrieben Bauch deutlich zu sehen ist.

Leider hat er sich vor einigen Wochen auch noch einen seine Reißzähne tief abgebrochen... Eine Narkose würde er sehr wahrscheinlich nicht überstehen. Jetzt kommt der Fellwechsel, eine Kraftanstrengung für den Organismus. Er ist sehr verknöchert, sein Lebensinhalt ist fressen und schlafen, seine Lebenserwartung lag im April bei 1-2 Jahren, und trotzdem nehmen wir schon Abschied. Leider kommt dazu, daß unser anderer Rüde nun versucht die Chefrolle zu übernehmen und den Kranken machmal traktiert, also keine Spur von sozialem Verhalten, was es uns nicht einfacher macht... Ach ja Frettchen

LG AF


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 Betreff des Beitrags: Leukose / Lymphom bei Frettchen :(
Verfasst: 1. Oktober 2008, 08:12 

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 Betreff des Beitrags: Leukose / Lymphom bei Frettchen :(
BeitragVerfasst: 3. Oktober 2008, 11:45 
Frettchenopfer
Frettchenopfer

Registriert: 09.2008
Beiträge: 5
Geschlecht: nicht angegeben
Die Vergrößerung der äußeren Lymphknoten kann durch eine sog. Leukose- bzw. Leukogen-Impfung in über 90% aller Fälle gestoppt oder sogar rückgängig gemacht werden. Sind (auch) die inneren Lymphknoten befallen, hilft außer Cortison (und evtl. Homöopathika) nichts; d.h. auch, die Erkrankung kann NICHT geheilt, nur verlangsamt werden in ihrer Progression. Eine Impfung ist aber trotzdem auch in diesem Fall ratsam, da sich das Allgemeinbefinden des Fretts häufig bessert, in keinem Fall verschlechtert. Die Erstimpfung sollte nach 3-4 Wochen wiederholt, dann alle 6 Monate aufgefrischt werden.

Homöopathische Mittel, die zur unterstützung gegeben werden sollten, sind: Lymphmyosot (3xtgl. 1 Tbl.), Galium (6-8 Tropfen tgl.) und bei Cortison-gabe zusätzlich etwas zur Leberunterstützung wie z.b. Hepar comp. (alle von der Firma Heel). evtl. bietet es sich an, wenn der Kot zu weich wird, die Darmflora durch geeignete Präparate (z.b. Canikur, Bactisel etc.) zu unterstützen.

Woher die Erkrankung stammt, ist nicht mit Sicherheit zu sagen, aber die meisten TÄ (und dieser Meinung schließe ich mich aus Erfahrung an), tippen auf ein Virus. aus diesem Grund sollten ALLE Tiere einer Gruppe (auch die ohne vergrößerte Lymphknoten) geimpft werden.

Beim Impfstoff handelt es sich um den gängigen Katzen-Leukogen-Impfstoff der Firma Merial.
von einer operativen Entfernung des/r befallenen Lymphknoten sowie einer Biopsie muss DRINGEND abgeraten werden, weil dadurch der Verlauf der Krankheit i.d.r. beschleunigt wird.


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